Mehr Zeit für Patient:innen: Comosio im Interview mit dem VDB
Lotfi Messaoudi
Mitgründer und Geschäftsführer von Comosio (Jetfi Systems GmbH) in Leipzig. Als Informatiker und ehemaliger Strongman-Athlet erlebte er in der eigenen Reha, wie viel Behandlungszeit durch Dokumentation verloren geht – heute entwickelt er die KI, die Therapeut:innen genau diese Arbeit abnimmt.
Wie kann künstliche Intelligenz Physiotherapiepraxen entlasten, ohne sich zwischen Therapeut:innen und Patient:innen zu drängen?
Darüber sprach VDB-Bundesvorsitzender André Laufer mit den Comosio-Gründer:innen Jennifer Winkler und Lotfi Messaoudi. Das Interview mit dem Titel „Hier brauchte es eine neue Lösung“ erschien in der November-Ausgabe 2025 des VDB-Magazins.

Im Mittelpunkt standen drei Fragen: Wie muss gute Technik im Praxisalltag arbeiten? Wie viel Zeit kann sie tatsächlich sparen? Und warum ist der Umgang mit Gesundheitsdaten für Comosio ein zentraler Teil des Produkts?
Gute Technik soll nicht im Mittelpunkt stehen
Eine Behandlung sollte sich um die Patient:innen drehen, nicht um den Bildschirm.
Deshalb versteht Comosio KI als Unterstützung, die möglichst unauffällig im Hintergrund arbeitet. Relevante Informationen werden während des Gesprächs erfasst und für die Dokumentation vorbereitet. Therapeut:innen prüfen die Ergebnisse, ohne den vollständigen Eintrag selbst schreiben zu müssen.
Das Ziel ist nicht mehr Technik im Behandlungsraum. Das Ziel ist weniger Ablenkung und mehr Zeit für das eigentliche Gespräch.
Wie das im Praxisalltag funktioniert, zeigen wir auf unserer Seite zur KI-Dokumentation für Physiotherapie.
Bis zu 115 Stunden weniger Büroarbeit pro Jahr
Im VDB-Interview wird ein mögliches Einsparpotenzial von bis zu 115 Stunden Büroarbeit pro Jahr genannt. Wie hoch die tatsächliche Entlastung ausfällt, hängt von der Praxis, dem bisherigen Dokumentationsaufwand und den verwendeten Abläufen ab.
Die Zahl macht dennoch deutlich, worum es geht. Schon wenige eingesparte Minuten pro Behandlung können sich über ein Jahr zu vielen Arbeitstagen summieren.
Diese Zeit kann dort eingesetzt werden, wo sie am meisten gebraucht wird:
- bei den Patient:innen
- im Austausch mit dem Team
- für die Entwicklung der Praxis
- oder einfach für einen pünktlichen Feierabend
Datensouveränität ist kein Zusatz
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war der Schutz sensibler Gesundheitsdaten.
Für Comosio bedeutet „Made in Germany“ nicht nur, wo ein Unternehmen gegründet wurde. Entscheidend ist, wo Daten verarbeitet werden, wer darauf zugreifen kann und ob sie für das Training von KI-Modellen verwendet werden.
Comosio verarbeitet Daten nach eigenen Angaben auf ISO-27001/C5-Type-II-zertifizierten Servern in Deutschland. Audiodaten werden nach der Verarbeitung gelöscht und nicht für das Training von KI-Modellen verwendet. Weitere Informationen finden Sie unter Datenschutz und Sicherheit bei Comosio.
Warum uns das Gespräch mit dem VDB wichtig ist
Der VDB vertritt rund 7.000 Mitglieder, Praxen und Einrichtungen in Deutschland. Dass sich der Verband mit Lösungen wie Comosio beschäftigt, zeigt, wie wichtig Digitalisierung und Bürokratieabbau für selbstständige Physiotherapeut:innen geworden sind.
Das Interview ist keine Produktbewertung. Es ist ein offener Austausch darüber, wie Technik gestaltet sein muss, damit sie den Praxisalltag wirklich verbessert.
Comosio ist Kooperationspartner des VDB. VDB-Mitglieder erhalten Sonderkonditionen für die Nutzung von Comosio. Gemeinsam wollen wir den Einsatz digitaler Lösungen in Physiotherapiepraxen voranbringen und den Dokumentationsaufwand im Alltag reduzieren.
Das vollständige Interview lesen
Das vollständige Gespräch erschien in der November-Ausgabe 2025 des VDB-Magazins „Therapie und Praxis“. Das Magazin wird vom VDB herausgegeben und ist für Mitglieder kostenlos erhältlich.
Informationen zur VDB-Mitgliedschaft
Comosio selbst erleben
Sehen Sie in einer persönlichen Demo, wie Comosio Dokumentation im Hintergrund vorbereitet und sich in die Abläufe Ihrer Praxis einfügt.