Comosio im VPT Magazin: Dokumentation darf kein Feierabendprojekt sein
Lotfi Messaoudi
Mitgründer und Geschäftsführer von Comosio (Jetfi Systems GmbH) in Leipzig. Als Informatiker und ehemaliger Strongman-Athlet erlebte er in der eigenen Reha, wie viel Behandlungszeit durch Dokumentation verloren geht – heute entwickelt er die KI, die Therapeut:innen genau diese Arbeit abnimmt.
Wie können Physiotherapiepraxen ihren Dokumentationsaufwand senken, ohne bei Qualität und fachlicher Kontrolle Abstriche zu machen?
Darüber hat Toralf J. Beier vom VPT mit den Comosio-Gründer:innen Jennifer Winkler und Lotfi Messaoudi gesprochen. Das Interview mit dem Titel „Dokumentation darf kein ‚Feierabendprojekt‘ mehr sein“ ist in der Ausgabe 02/2026 des VPT Magazins bei Thieme erschienen.

Das Gespräch zeigt, dass KI-Dokumentation in der Physiotherapie längst kein reines Zukunftsthema mehr ist. Im Mittelpunkt stehen konkrete Fragen aus dem Praxisalltag.
KI soll unterstützen, nicht entscheiden
Comosio übernimmt das Strukturieren und Formulieren der Dokumentation. Die fachliche Verantwortung bleibt bei den Therapeut:innen.
Jeder erstellte Bericht wird von der behandelnden Person geprüft und freigegeben. Die KI stellt keine Diagnosen und gibt keine Therapieempfehlungen.
Im Interview bringen wir diesen Ansatz auf einen einfachen Satz:
„Wir automatisieren Struktur, nicht Verantwortung.“
Integration ist eine Voraussetzung
Ein Dokumentationsentwurf spart wenig Zeit, wenn er anschließend von Hand in die Praxissoftware übertragen werden muss.
Deshalb geht es im Gespräch auch um die Anbindung von Comosio an bestehende Praxissysteme. Durch die Integration in THEORG können freigegebene Berichte direkt in die passende Patientenakte übernommen werden.
Kein Kopieren, keine doppelte Eingabe und kein unnötiger Wechsel zwischen verschiedenen Programmen.
Dokumentation wird strategischer
Ein weiterer Schwerpunkt des Interviews ist die Blankoverordnung. Mit der größeren therapeutischen Entscheidungsfreiheit steigen auch die Anforderungen an eine nachvollziehbare Dokumentation.
Behandlungsentscheidungen, Ergebnisse und Veränderungen im Verlauf müssen klar erkennbar sein. Dokumentation dient deshalb nicht mehr nur als nachträglicher Nachweis. Sie wird zunehmend zur Grundlage für Behandlungsplanung, Qualität und wirtschaftliche Entscheidungen.
Mehr zu den geltenden Anforderungen erklärt unser Beitrag zur Dokumentationspflicht in der Physiotherapie.
Auch der Datenschutz bei KI-Dokumentation wird im Interview behandelt. Dazu gehören die Verarbeitung auf Servern in Deutschland, die Löschung der Audiodaten und der Ausschluss einer Nutzung von Patientendaten für das Training von KI-Modellen.
Das vollständige Interview lesen
Im vollständigen Gespräch geht es außerdem um einheitliche Dokumentationsstandards im Team, den Kontakt zu Patient:innen und die weitere Entwicklung der physiotherapeutischen Dokumentation.
Das Interview finden Sie in der Ausgabe 02/2026 des VPT Magazins auf den Seiten 17 bis 19:
Interview im VPT Magazin lesen
Comosio selbst ausprobieren
Möchten Sie sehen, wie KI-Dokumentation mit den Abläufen und Vorlagen Ihrer Praxis funktioniert?